Problem Nr. 2: Mein Hund dreht durch, wenn der Sauger in Betrieb ist

Nun, dass Haustiere und elektronische Geräte manchmal nicht die besten Freunde sind, wissen Sie als Tierliebhaber sicher. Besonders Hunde haben ein empfindliches Gehör. Ihr Sauger ist also entweder zu laut und/oder wird von Ihrem Tier generell als Bedrohung angesehen.
Nun, häufig haben unsere Vierbeiner schlicht und einfach Angst vor dem Geräusch und vor allem vor den Bewegungen dieses „Fremdkörpers“. Und sie reagieren darauf ganz unterschiedlich: sie bellen oder fauchen den Sauger an, sie flüchten und verstecken sich oder sie verharren in einer verkrampften Position und zittern. Allen Verhaltensweisen gemein ist – sie alle drücken Stress aus und dieser Stress ist nicht gesund für Ihr Tier. Nun können Sie aber nicht immer auf eine Gelegenheit warten, zu der z.B. jemand anderes mit Ihrem Hund spazieren gehen kann, während Sie den Staubsauger schwingen.

Also was können Sie tun?
Nun, versuchen Sie zu allererst für eine entspannte Atmosphäre zu sorgen. Ihr Vierbeiner sollte den Sauger und das Saugen mit etwas Positivem verknüpfen. Dafür müssen Sie sich zuerst einmal fragen worauf Ihr Hund oder Ihre Katze besonders steht! Spielzeug? Futter? Schmusen? Was ist es? Zweitens: Gehen Sie behutsam vor! Sie dürfen das Tier auf keinen Fall bedrängen und es zu Beginn schon gar nicht direkt konfrontieren, indem Sie z.B. in seine Richtung saugen! Lassen Sie den Staubsauger erst einmal mit genügend Entfernung zu Ihrem Tier nur im Raum stehen, ohne ihn einzuschalten. Dies tun Sie so lange, bis Ihr Vierbeiner eine entspannte Position einnimmt (Körper/Ohrenstellung im Liegen entspannt, kein Hecheln oder Zittern). Nun dürfen Sie ihr Tier ausgiebig belohnen, aber Vorsicht! Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie Ihren Liebling nicht belohnen, wenn er Angst zeigt. Das bedeutet auch, dass Sie das Tier in solch einer Situation nicht „trösten“ sollten. Wir Menschen neigen dazu, unseren Tieren damit helfen – ihnen beistehen – zu wollen. Allerdings bestätigen wir unser Tier so nur darin, dass es gut ist vor dem Staubsauger Angst zu haben und dies wird das Problem leider nur verschlimmern. Nun stellen Sie das Gerät nach jeder andauernden Phase der Entspannung etwas näher an ihr Tier heran und warten wieder ab, bis es sich entspannt hat – dann sofort belohnen! Zeigt ihr Tier bei weiterer Annäherung hingegen starke Angst oder flüchtet es sogar aus der Situation, so gehen Sie wieder einen Schritt in der Übung zurück. Ganz wichtig: Nicht mit Bestrafung arbeiten! Ihr Tier muss das Tempo vorgeben und seine Angst zu bestrafen wäre genauso kontraproduktiv, wie es für seine Angst zu belohnen.
Hier ist zweifelsohne viel Geduld gefragt und es kann geraume Zeit dauern, bis Sie einfach mal ganz entspannt und ohne Sorge durchsaugen können. Doch es lohnt sich, ganz besonders für Ihr vierbeiniges Familienmitglied – gemeinsam werden Sie es schaffen!

Übrigens: Leistung muss nicht laut sein! Ich wurde extra so konstruiert, dass ich bei geringer Lautstärke trotzdem eine Top-Leistung bringe. So schone ich die Nerven von Haustieren und Nachbarn, auch zu später Stunde und spare dabei noch kräftig Energiekosten ein.

Alle Probleme anzeigen